Taubenwagen Bielefeld

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Fotoreportage über den Taubenwagen in Bielefeld

Lange war Bekämpfung die Strategie gegen Stadttauben: Spikes, Netze und auf keinen Fall füttern. Trotzdem finden die Tiere als ursprüngliche Felsenbrüter immernoch genügend Möglichkeiten in den Nischen von Gebäuden zu brüten. Ein anderes Konzept nach dem „Augsburger Modell“ wurde zeitweise auch in Bielefeld umgesetzt. Ein Einblick in die Arbeit am Taubenwagen, wie sie – vor der Umstellung auf die Hormongabe – durchgeführt wurde.

Betreuung von Stadttauben durch Helfer am Taubenwagen in Bielefeld

Hintergrund

Der Taubenwagen Bielefeld war ein Projekt des Tierheims Bielefeld zur Regulierung und Betreuung der städtischen Taubenpopulation. Mit Unterstützung von Freiwilligen wurden hier täglich die Stadttauben mit artgerechtem Futter und Wasser versorgt und gesundheitlich beobachtet.

Nach dem forschungsbasierten Ansatz des sogenannten Augsburger Modells wurden den Tieren im Innern des Wagens Brutplätze angeboten. Die dort gelegten Eier wurden händisch durch Gipseier getauscht, um so die Population ohne Tierleid zu reduzieren.

Arbeitsprozess am Taubenwagen in Bielefeld zur tierschutzgerechten Betreuung

Herangehensweise

Die fotografische Reportage zeigt den Taubenwagen als konstruktiven, konkreten Lösungsansatz für eine komplexe, überregionale Herausforderung. Ein wichtiger Aspekt ist damit die Sichtbarkeit der Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Entgegen der verbreiteten Ablehnung wurd hier – und das überrascht ohne entsprechendes Hintergrundwissen – eine fürsorgliche, verantwortungsvolle Haltung zu Stadttauben umgesetzt.

Quellen / weitere Infos:
Projekt Stadttauben bei Instagram https://www.instagram.com/stadttauben_bielefeld/
Website Deutscher Tierschutzbund Kampagne #Respekttaube
Kontakt Tierheim, Wildvogelstation 

Müller, Michael (2002), Begleitung bei der Umsetzung der tierschutzgerechten Bestandskontrolle von Stadttaubenpopulationen nach der Loseblattsammlung des Tierschutzbeirates des Landes Niedersachsen, Hannover (Dissertation Institut für Tierschutz und Verhalten (Heim-, Labortiere und Pferde) der Tierärztlichen Hochschule Hannover Tierärztliche);


Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung (2001), Gutachten von Dr. iur. Christian Arleth
(juristischer Referent der Landestierschutzbeauftragten)
, Berlin;