Fotoreportage über die solidarische Landwirtschaft ‚Wildwuchs‘ nahe Hannover
Wie wollen wir uns ernähren? Lange Lieferwege, unfaire Arbeitsverhältnisse und hoher Einsatz von Pestiziden – um jetzt nur einige der Realitäten unserer durchschnittlichen, modernen Agrarproduktion zu nennen.
Einen Gegenentwurf stellt die solidarische Landwirtschaft dar. Das benötigte Budget für den gesamten Betrieb wird im Bietverfahren durch Mitglieder*innen getragen. Der marktübliche Preisdruck wird reduziert und ermöglicht eine nachhaltigere Produktion.
Die Mitglieder*innen erhalten dafür einen Anteil des Ertrags. Wie groß oder klein dieser ausfällt, ist – wie bei jedem Betrieb – von diversen Faktoren abhängig. Allerdings wird hier das Risiko durch viele Haushalte geteilt.
Auch gehören praktische Dienste auf dem Feld und bei der Gemüseverteilung zum zu leistenden Beitrag. Bei der Mitgliederversammlung werden gemeinsame Entscheidungen getroffen und Arbeitseinsätze geplant. Mitbestimmung eine zentrale Rolle.
Ziel ist eine transparente, regionale Versorgung, die ökologische Verantwortung und solidarisches Tragen von landwirtschaftlichen Risiken miteinander verbindet.
Fotografische Herangehensweise
Die fotografische Reportage begleitet die solidarische Landwirtschaft über verschiedene Arbeitssituationen über das Jahr hinweg. Im Fokus stehen das menschliche Miteinander und der Umgang mit der Umwelt.
Die solidarische Landwirtschaft ist als Beispiel für einen Lösungsansatz aktueller klimatischer und ernährungspolitischer Herausforderungen zu verstehen. Es ist ein Modell, das Verantwortung für Umwelt, Lebensmittel und Arbeitsbedingungen bewusst verteilt. Es kann wertvolle Impulse liefern, wie wir uns ernähren könnten.