Fotoreportage über foodsharing
In Deutschland fallen jährlich rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an – das entspricht etwa 349 kg pro Sekunde. Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen verursachen Lebensmittelverluste und -verschwendung weltweit etwa 8–10 % der Treibhausgasemissionen.
foodsharing setzt sich gegen Lebensmittelverschwendung und für einen nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln ein. Allein die Ortsgruppe in Bielefeld organisiert 20–25 Abholungen pro Tag. Backwaren und Gemüse aus dem Einzelhandel, aber auch Übriggebliebenes aus Restaurants, werden abgeholt, sortiert, selbst verwendet und weiterverteilt. „Unser Ziel ist es, uns selbst abzuschaffen“, beschreibt Anja Westermann, erste Vorsitzende von foodsharing und selbst Aktive in Bielefeld, die Mission. Denn: 90 % der entstehenden Lebensmittelabfälle wären vermeidbar.
Statt des Mindesthaltbarkeitsdatums gilt: Sehen, Riechen und gegebenenfalls auch Schmecken, um festzustellen, was noch genießbar ist.
Einblick in die Kisten während der Sortierung. Großgebinde werden zum Beispiel geöffnet und die guten Früchte entnommen. Auch die Plastik- und Papierverpackungen werden dabei für das Recycling sortiert. Übrig bleiben kompostierbare Abfälle bzw. auch Speisereste. Nach Angaben der Ortsgruppe Bielefeld konnte ein Partnerbetrieb durch die Zusammenarbeit seine Abfalltonnen von vier auf zwei reduzieren.
Weitere Infos
Zahlen, Daten, Fakten beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Informationskampagne „Zu gut für die Tonne“ https://www.zugutfuerdietonne.de/
Website foodsharing https://foodsharing.de/
Karte für Verteilpunkte „Fairteiler“ und Ortsgruppen https://foodsharing.de/karte